Nicole Niederdellmann-Siemes hatte den Bundesvorsitzenden des DGB eingeladen. Michael Sommer kam und er nahm sich über zwei Stunden Zeit mit der Landtagskandidatin und den anwesenden Gästen über die Lebenssituation von Arbeitnehmern sowie über das Thema Bildung zu sprechen.
Eine Besonderheit des Abends war, dass der DGB Vorsitzende über seine persönliche Herkunft sprach: Michael Sommer wurde im Villenviertel von Meerbusch geboren. Allerdings zog er im Alter von vier Jahren nach Berlin.
Michael Sommer und Nicole Niederdellmann-Siemes gingen ausführlich auf die vielen Fragen ein. Das Verhältnis zwischen den Gewerkschaften und der SPD war in den letzten Jahren stark beansprucht worden. Beide machten deutlich, dass sich die beiden Organisationen nun inhaltlich wieder annäherten.
Auch waren sich beide einig, dass die Würde der Arbeit anzuerkennen sei. Jede Arbeit hat ihren Wert für die Gesellschaft und führt dazu, dass gesellschaftlicher Wohlstand entstehen kann. „Deshalb brauchen wir einen flächendeckenden Mindestlohn, der die Würde der Arbeit anerkennt“ so die Landtagskandidatin.
Aber auch gesellschaftspolitisch ist die Forderung nach einem flächendeckenden Mindestlohn und die Forderung der Begrenzung von prekären Arbeitsverhältnissen wichtig:“ Wer will, dass Arbeitnehmer Familien gründen und Kinder bekommen, muss ihnen auch ein Mindestmaß an sozialer Sicherheit garantieren“ betonte Nicole Niederdellmann-Siemes.
Michael Sommer betonte, dass die Wirtschaft einen gewissen Flexibilisierungsgrad bei der Beschäftigung benötigt. Allerdings betonte der DGB Vorsitzenden auch, dass die prekären Arbeitsverhältnisse nach einer gewissen Zeit in feste Anstellungen umgewandelt werden müssen.
