Wahlkreis

Hier sollen Sie einen Einblick in die Vielfältigkeit des Wahlkreises Neuss III (Kaarst, Korschenbroich, Jüchen und Meerbusch) erhalten.

Die zentralen politischen Themen aus den jeweiligen Stadt-und Gemeindeverbänden wird hier kurz dargestellt.

Jüchen:

Die Gemeinde Jüchen besteht in ihrem heutigen Umfang seit der kommunalen Neugliederung im Jahre 1975. Sie wurde gebildet aus den zuvor selbständigen Gemeinden Bedburdyck, Garzweiler, Hochneukirch und Jüchen. Durch das Gesetz über die kommunale Neugliederung fanden diese Gemeinde und ihre Dörfer zu einer Einheit zusammen.

Jüchen ist die kleinste Gemeinde im Wahlkreis Neuss III mit rund 22.500 Einwohnern. Den Titel Stadt darf Jüchen nicht tragen. Früher war dieser Titel ausschließlich an die Einwohnerzahl von 25 000 geknüpft. Weil die Jüchener Stadtentwicklung (Schulen, Kanalisation etc.)  auf diese Zahl ausgelegt ist, bleibt ihre Erreichung wichtigstes Ziel.

Stadtentwicklung ist wichtig, da sie die Wirtschaftsförderung der Zukunft ist. Die gewünschte Ansiedlung von Einwohnern und Gewerbe verschärft jedoch die Verkehrsbelastung. Jahre alte Wünsche nach einer „Ortsumgehung Jüchen“ bleiben unberücksichtigt. Eine neue Verkehrsentwicklungsplanung ist überfällig. Durch eine gezielte Stadtentwicklung soll den historischen Marktplätzen wieder Aufenthaltsqualität für die Menschen und Attraktivität für die Gewerbetreibenden verschaffen werden. In einem Bürgerausschuss sollen alle Bürger ihre Wünsche und Vorschläge zur Stadtplanung vorbringen können.

Korschenbroich:

Die Stadt Korschenbroich hat mehr als 33.000 Einwohnern auf 55 qkm Fläche. Mit mittelständischem Gewerbe und Handel hat Korschenbroich ein attraktives wirtschaftliches Profil entwickelt. Gewerbegebiete von insgesamt rund 134 Hektar bieten Raum für Expansion und freie Ansiedlungskapazitäten.

Vielfältige sportliche und kulturelle Angebote ermöglichen eine ansprechende Freizeitgestaltung. Großzügige Sportanlagen, Reitställe, zwei Golfplätze und ein Hallenbad sorgen ebenso für Abwechslung wie zahlreiche Rad- und Wanderwege durch die reizvolle niederrheinische Landschaft. Die Pflege von Brauchtum und Geselligkeit wird in Korschenbroich groß geschrieben. Die zahlreichen Schützen- und Heimatvereine haben in allen Ortsteilen Korschenbroichs einen hohen Stellenwert.

Korschenbroich ist modern und geschichtsträchtig zugleich. Die Historie der Stadt, die aus den früher selbstständigen Gemeinden Korschenbroich, Pesch, Glehn, Kleinenbroich und Liedberg zusammen gewachsen ist, dokumentieren zahlreiche Fachwerkhäuser und Herrenhäuser.

In Korschenbroich wird die Kommunalpolitik von einer schwarz-roten Zusammenarbeit geprägt. Die Sozialdemokraten haben darauf Wert gelegt, dass der Haushalt verantwortungsvoll gestaltet wird. Ziel ist es im Zeitraum der nächsten Wahlperiode eine weitere Neuverschuldung zu vermeiden, die Steuerstabilität zu sichern und Sparpotentiale auszunutzen.

Im Grundwasserbereich bleiben die Sozialdemokraten in Korschenbroich bei der 80:20 Lösung. Zusätzlich werden die Ergebnisse des Konzeptes  zur gemeinsamen Zusammenarbeit mit Kaarst und dem Kreis zur Kappung der Grundwasserspitzen berücksichtigt. Die bisherigen Restmittel aus dem Konjunkturprogramm (ca. 130.000,- Euro) in diesem Zusammenhang sind bis zur Entscheidung für Grundwassermaßnahmen gesperrt. Weitere Punkte, die Sozialdmokraten in der Vereinbarung mit der Union festschreiben konnten sind der Erhalt der Ortsteilschulen und die U3-Förderung.

Kaarst:

Kaarst ist eine Stadt der Neubürgerinnen und Neubürger. Während vor einer Generation im heutigen Stadtgebiet in ländlicher Idylle rund 12.000 Einwohnerinnen und Einwohner lebten, sind es heute schon über 42.200 in den Ortsteilen Kaarst, Holzbüttgen, Büttgen, Vorst und Driesch.

Kaarst ist aber auch eine Stadt der Neubauten. Der überwiegende Teil aller Häuser entstand erst in den letzten Jahrzehnten. Neben einigen wenigen hochgeschossigen Neubauwohnungen garantieren vor allem die begehrten “Häuschen im Grünen” eine ruhige Wohnlage in ländlicher Umgebung.

Das bedeutet auch, dass in Kaarst viele Familien leben. Die Sozialdemokraten in Kaarst setzen sich daher dafür ein, dass Elternbeiträge für Kindertagestätten, Tagespflege und OGATA gesenkt werden  mit dem Ziel der völligen Beitragsfreiheit. Auch der Ausbau der Betreuung der Unter-Dreijährigen und der Tagespflegeplätze sind wichtig. Ebenso wie gut ausgestattete Schulen mit Ganztagsunterricht und freiem Mittagstisch.

Den Kaarster Sozialdemokraten ist jede Generation wichtig, junge Familien und Senioren sollen in Kaarst gut leben können. Deshalb setzen sie sich ein für preiswerten, familiengerechten Wohnungsbau (gefördert), die Gewährung von Familiengründungsdarlehen, alternative Wohnformen, Schlichtwohnungen für sozial schwache Mitbürger oder auch attraktive Einkaufsmöglichkeiten in allen Ortsteilen. Denn so können Senioren in ihrem gewohnten Umfeld weiterhin gut leben.

Meerbusch:

Mittendrin und fein raus, so lautet das Motto der Stadt im Grünen. Meerbusch ist gekennzeichnet durch seine zentrale Lage zwischen der Landeshauptstadt Düsseldorf und den Mittelzentren Neuss und Krefeld, aber auch Köln ist binnen kurzer Zeit zu erreichen.
Gleichzeitig hat Meerbusch seine ländliche Struktur erhalten.

Im Jahr 2010 feiert Meerbusch sein 40jähriges Bestehen. Die Stadt Meerbusch wurde mit der kommunalen Neugliederung gegründet. Erste Siedlungen auf Meerbuscher Gebiet gab es bereits in der Römerzeit. Im Mittelalter gründete Hildegundis von der Meer ein Kloster, das der heutigen Stadt ihren Namen gab.

Heute ist unsere Stadt gefragter denn je, entsprechend viele Wege führen nach Meerbusch. Die Stadt ist umgeben von mehreren Autobahnen, verfügt über einen Anschluss an die Bundesbahn und über ein Netz von öffentlichen Verkehrsmitteln wie Bus und Bahn. Über 55 000 Menschen leben hier. Meerbusch ist städtisch und dörflich, ist modern und traditionell gewachsen zugleich. Meerbusch und seine grüne Niederrheinlandschaft bieten nicht nur Familien mit Kindern das richtige Umfeld mit hoher Wohnqualität. Kurze Wege zur Arbeit schaffen mehr Zeit für Familie, Freizeit, Sport und Hobby. Doch Meerbusch ist lange nicht mehr nur Wohnort zwischen Großstädten. Über 10.000 Arbeitsplätze gibt es inzwischen im Stadtgebiet.

Die Meerbuscher Sozialdemokraten setzen sich dafür ein, dass die Stadt Meerbusch ein Ort des sozialen Miteinanders ist. Bürgerschaftliches Engagement soll kommunales staatliches Handeln nicht ersetzen wohl aber ergänzen und begleiten.

Durch eine bedürfnisgerechte Stadtentwicklung soll die Gerechtigkeit der Gesellschaft gefördert werden. Meerbusch muss kinder- und jugendfreundlicher werden. Die Meerbuscher Sozialdemokraten wollen Rahmenbedingungen schaffen, die es jungen Menschen ermöglichen eine Familie zu gründen und Beruf und Familie miteinander zu vereinbaren. Hierzu werden insbesondere der Ausbau der Kinderbetreuung –auch der unter Dreijährigen- gefordert. Ein wichtiger Schritt in Richtung kinderfreundliche Stadt wäre auch die Gebührenfreiheit der Kinderbetreuung.

Bildung ermöglicht allen Menschen soziale Sicherheit und Aufstieg. Bildung beginnt heute bereits in der Kindertagesstätte und hält ein Leben lang an. Unsere Kindertagesstätten müssen die personelle und sachliche Ausstattung erhalten, um ihren Bildungsauftrag angemessen erfüllen zu können. Die kommunale Schulträgerschaft dient der Zukunftssicherung für die junge Generation. Die Kommune muss daher ein angemessenes Angebot an Räumen und Ausstattung für Schülerinnen und Schüler sicherstellen. Die offene Ganztagsgrundschule (OGATA) – als Ort des Lernens und des sozialen Miteinanders – bietet in Erfüllung des Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsauftrages eine bessere Förderung aller Schüler. Es sind deshalb ausreichend finanzielle Mittel bereitzustellen um die Qualität des bereits vorhandenen Angebots weiter zu verbessern und auszubauen. Die Betreuung in der OGATA muss für alle Eltern kostenlos sein. Das Konzept der offenen Ganztagsschule ist auf die weiterführenden Schulen in Meerbusch zu übertragen und auszuweiten.

Der Anteil der älteren Menschen in Meerbusch wird deutlich steigen.
Den Meerbuscher Sozialdemokraten ist es wichtig, das bisherige defizitorientierte Bild des Alters durch ein auf Fähigkeiten ausgerichtetes Bild zu ersetzen. Die Selbstgestaltung des eigenen Lebens steht hierbei im Vordergrund. Dies muss bei der Infrastrukturentwicklung stärker beachtet werden. Die SPD Meerbusch fordert alternative Wohnformen für ältere Menschen in unserer Stadt, die auch so genanntes „Generationsübergreifendes Wohnen“ einschließen.